Foodtrends unter der Lupe auf European Vegetable Strategies

Die zweite Edition von EVS untersuchte, wie der Verbrauch von frischem Gemüse dem Sektor Wachstumschancen eröffnen kann. Neue Foodtrends tauchen auf. KGO-Lieferanten müssen strategisch auf verändertes Kundenverhalten reagieren, hört man.

Auf der Suche nach Antworten
Die internationalen Fachzeitschriften Eurofruit, Fruchthandel und Fresh Produce Journal arbeiteten zum zweiten Mal zusammen, um den Kongress „European Vegetable Strategies“ zu organisieren. Mehr als hundert Fachleute genossen am Vorabend den informellen Empfang, zu dem die Mitsponsoren Flandria und VLAM eingeladen hatten.
Die zweite Edition suchte eine Antwort auf die Frage, wie der Verbrauch von frischem Gemüse dem Sektor Wachstumschancen eröffnen kann. Mehrere Fragen standen zentral: welche Schritte muss der Frischgemüsesektor unternehmen, um sich stärker zu profilieren? Wie kann frisches Gemüse vom gesellschaftlichen Trend zu gesünderem Essen profitieren? Welche Kategorien tragen zur Steigerung des Verkaufs von Frischgemüse bei?

Neue Marktstrategien
Diverse Redner behandelten Trends auf dem europäischen KGO-Verbrauchermarkt und schlugen neue Marketingstrategien vor. Der Kongress wurde durch den englischen Analysten Ed Garner eröffnet, der ein deutliches Bild der Trends auf dem britischen Markt vermittelte. Das starke Wachstum der Discounter Aldi und Lidl ist hier am auffallendsten. Nicolas Lecloux von True Fruits sprach über den Erfolg des Gemüse-Smoothies in Deutschland. „Es ist schwer, in die Zukunft zu schauen, aber KGO-Lieferanten müssen strategisch auf verändertes Kundenverhalten reagieren“, betonte Cor Molenaar, Professor an der Erasmus-Universität und bekannt von seinem Buch: Kijken, kijken...Anders kopen, das verändertes Kundenverhalten behandelt.
„Down to earth“ wurde der Marktbesuch bei zwei neuen Konzepten: die französischen Ketten Grand Frais und Réseau O'tera, wo Frische zentral steht. Das frische Obst und Gemüse wird mehrheitlich direkt durch Landwirte aus der Region angeliefert. Hans Verwege, Marketinganalyst bei Enza Zaden, war der Ansicht, dass diese Konzepte sehr innovativ sind.

Mit gemischten Gefühlen
Manchmal wurde mit gemischten Gefühlen in die Zukunft geschaut. Welche Wünsche und Bedürfnisse hat die sogenannte „Generation Y“ (geboren nach 1980)? Wie sieht das Denk- und Konsummuster dieser Generation aus, die mit Technologie und dem Gebrauch von Social Media aufgewachsen ist? Fest steht, dass ihr Denk- und Einkaufsmuster für KGO in der Zukunft eine große Rolle spielen wird. Umweltfreundliche Verpackung, Convenience, Bioprodukte, Interesse für den Hintergrund von Nahrung usw. werden die Modewörter für diese Generation der Zukunft.
Anneleen Leon, Projektmanager Obst und Gemüse bei VLAM, erläuterte zum Abschluss noch die verschiedenen Obst- und Gemüsekampagnen, um zu zeigen, welche Bemühungen geleistet werden, um den KGO-Verbrauch in unserem Land zu stimulieren. Niederländische Kollegen aus dem Sektor ergänzten mit Resultaten ihrer Suche nach alternativen Absatzmärkten auf der Welt, unter Druck der Schließung des russischen Marktes für europäische KGO-Produkte.

Nähere Informationen: www.vegetablecongress.com

 

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