Apfel und Tomate beliebtestes Obst und Gemüse

Der durchschnittliche Belgier kaufte 2015 ungefähr dieselben Sorten Obst und Gemüse wie im Jahr davor. Die Tomate bleibt am beliebtesten, im Obstkorb ist das der Apfel. Die Ausgaben stiegen stärker durch höhere Preise, obwohl geringere Mengen verkauft wurden.(*)

Keine Verschiebungen in den Top-Zehn beim Gemüse
Die Top-Zehn der beliebtesten Gemüse bleibt 2015 unverändert. Das am häufigsten gekaufte Gemüse ist die Tomate, gefolgt von Karotten, Zwiebel, Chicorée und Salat. Lauch, Paprika, Champignons, Zucchini und Blumenkohl vervollständigen die Top-Zehn. „In der Reihung gibt es keine Verschiebungen“, merkt man bei VLAM an, „aber all diese Gemüsesorten verloren an Terrain.“ Die Nummer eins im Gemüsekorb, die Tomate, sank bei der Menge um 3 % auf 6,14 kg pro Belgier. Der stärkste Rückgang war bei Lauch zu verzeichnen (-12 %). Unser nationaler Stolz Chicorée bleibt mit 3,15 kg am vierten Platz, verliert aber Käufer und Menge. Der höhere Chicoréepreis führte wohl zu einer Steigerung der Ausgaben um 12 %. Zu den stärksten Verlierern in der Gemüseabteilung gehören ferner: Chinakohl, Schwarzwurzeln, Brunnenkresse, Endivie, Rotkohl und diverse Salatsorten wie Frisée-, Eichenblatt- und Kopfsalat.

Stärkste Steigerung bei gemischtem Salat
Auffallend: Petersilie, Pastinake, rote Rübe, Aubergine und Radieschen verzeichneten 2015 das stärkste Wachstum. Familien kauften auch mehr vorverpackten gemischten Salat und Rucola. In der Salatabteilung gewinnt der vorverpackte gemischte Salat an Terrain und nach dem Wert wird dieses Produkt mit 30 % Marktanteil zum wichtigsten Segment.
Die stärksten Rückgänge in der Gemüseabteilung waren zu verzeichnen bei: Chinakohl, Schwarzwurzeln, Brunnenkresse, Endivie, Rotkohl und diversen Salatsorten wie Frisée-, Eichenblatt- und Kopfsalat.

Apfel an der Spitze der Obst-Hitliste
Im Obstkorb der Familie bleibt der Apfel mit 8,790 kg pro Kopf Spitzenreiter. Diese Obstsorte verlor 1 % an Menge und durch den niedrigeren Preis 5 % an Ausgaben. Positiv war hingegen, dass die Anzahl der Apfelkäufer leicht stieg. Die Top-Zehn sehen folgendermaßen aus: Apfel, Banane, Orange, Mandarine, Birne, Melone, Traube, Kiwi, Erdbeere, Nektarine/Pfirsich. Die größten Steigerungen in den Top-Zehn waren bei Melonen (+16 %), Kiwis (+7 %) und Trauben (+6 %) zu verzeichnen. Vor allem Wassermelonen waren im Vorjahr begehrt. Zu den größten Siegern gehörten ferner: Heidelbeeren, Brombeeren, Feigen und Himbeeren. Die wichtigen Verlieren in der Obstabteilung waren Johannisbeeren und Ananas. Der Birnenverkauf fiel nach einem starken 2014 - in dem die Verbraucher aufgerufen wurden, die belgischen Obsterzeuger wegen des russischen Handelsboykotts zu unterstützen - wieder auf ein normales Niveau zurück.

Jonagold bleibt führend
In der Apfelkategorie hält Marktführer Jonagold (der viel billiger war) mit 43 % der Menge und 32 % des Wertes seine Position. Der Anteil von Jonagold ist bei Rentnern am höchsten. Klassische Apfelsorten wie Golden Delicious und Granny Smith, aber auch relativ neue Sorten wie Belgica und Kanzi verlieren an Terrain, vor allem zugunsten von Pink Lady. Diese letzte Apfelsorte wird viel teurer verkauft und richtet sich vor allem an Doppelverdiener und wohlhabende Familien mit Kindern.

Beeren beliebter als je zuvor
Ein Trend des Jahres 2015 war die Steigerung beim Kauf von Kleinobst: vor allem Heidelbeeren, Brombeeren, Feigen und Himbeeren. Supermarktketten und Auktionen bestätigen, dass Beeren beliebter sind als je zuvor. Sie sind ein Basisprodukt geworden. VLAM erklärt dieses spektakuläre Wachstum im Kontext des Superfood-Hypes: Beeren sind ein gesunder Imbiss und einfach in Gerichten zu verarbeiten. „Lecker, gesund, vielseitig und erfrischend“ sind die vier entscheidenden Argumente, um Beeren zu kaufen.

Höhere Ausgaben, geringere Mengen
Die Ausgaben für frisches Obst und Gemüse stiegen voriges Jahr überdurchschnittlich (+5,3 %).  Konkret verzeichnen wir eine Steigerung um 6 % für Obst und 4,3 % für Gemüse. Nicht größere gekaufte Mengen, sondern höhere Durchschnittspreise im Geschäft sorgen für die gestiegenen Ausgaben. Dadurch gab der durchschnittliche Belgier 2015 wohl etwas mehr für Obst und Gemüse aus: 92 Euro für frisches Gemüse und 112 Euro für frisches Obst, insgesamt 204 Euro.
Der Heimverbrauch von Frischgemüse sank um 2,6 %. Frischobst war teurer, aber die gekaufte Menge pro Kopf blieb stabil. Belgische Familien kauften 2015 durchschnittlich 39 kg frisches Gemüse und 47 kg frisches Obst, insgesamt 86 kg. 

Kirschtomate wird immer beliebter
Der Trend zu spezielleren Tomaten setzt sich fort. Der Anteil an Strauchtomaten sinkt und es sind vor allem die Kirschtomaten, die in den letzten Jahren immer beliebter werden und öfter für zuhause gekauft werden. Sie erreichen jetzt einen Mengenanteil von 17 % und einen Wertanteil von 34 %. Kirschtomaten waren im Vorjahr zweieinhalb Mal so teuer wie Strauchtomaten. Strauchtomaten waren 8 % teurer als lose Tomaten und lange Flaschentomaten waren 12 % teurer als Strauchtomaten. Vom Wert her sind Kirschtomaten nun das wichtigste Segment bei den Tomaten.

Heimverbrauch ist die Norm
Das Zuhause bleibt der wichtigste Verbrauchsort für Obst und Gemüse. Von allen Verbrauchsmomenten finden zwei Drittel zuhause statt. Obst wird etwas häufiger zuhause und bei der Arbeit oder in der Schule gegessen, als Gemüse. Von den Verbrauchsmomenten mit Obst finden 69 % zuhause statt, 4 % bei Verwandten/Freunden und 17 % bei der Arbeit oder in der Schule. Erdbeeren und Orangen werden relativ mehr zuhause gegessen als Äpfel, Birnen oder Bananen.

Vertrieb präsentiert stabiles Bild
Im Vertrieb sehen wir in den letzten Jahren nur geringe Veränderungen. „Dis 1“ bleibt mit 48 % Marktanteil ein starker Marktführer, gefolgt durch harte Discounter mit 24 %. An dritter Stelle folgt der lokale Supermarkt mit 14 % Marktanteil. Der öffentliche Markt bleibt stabil auf 5 % und das Fachgeschäft sinkt auf 3 % Marktanteil.

(*) Das sind die wichtigsten Schlussfolgerungen von GfK Belgium, das im Auftrag des Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing (VLAM) die Einkäufe für den Heimverbrauch bei 5.000 belgischen Familien beobachtet.

Lava
Flandria
Nieuws
Contact