VLAM-Jahresprogramm mit zwei Zielen

Das Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing (VLAM) verfolgt mit seiner Politik auch dieses Jahr wieder zwei Ziele. Exportförderung in Drittländer bleibt ein heißes Thema, aber den Flamen wird auch eine ordentliche Portion kulinarischer Chauvinismus beigebracht. Für Flandria wird mit der Botschaft „Voller Einsatz für unseren Beruf!“ kommuniziert.

Asiatischer Markt winkt
Das Vlaams Centrum voor Agro- en Visserijmarketing (VLAM) setzt auch 2016 weiterhin stark auf Exportförderung. Seit Russland seine Grenzen für westliche Agrarprodukte und Lebensmittel geschlossen hat, ist sich der Sektor mehr als je zuvor der Bedeutung einer guten Absatzstreuung bewusst. Etwa ein Viertel des Budgets wird durch VLAM für B2B-Aktionen im Ausland eingesetzt, wodurch flämische Agrar- und Gartenbauprodukte ins Blickfeld von Einkaufsleitern gerückt werden sollen. Der asiatische Markt winkt und man setzt also voll auf Kontakttage und Messeteilnahmen auf diesem Kontinent.
VLAM richtet seine Pfeile auch auf Kanada. Die kanadischen Lebensmittelsicherheitsbehörden haben die Einfuhr belgischer Birnen im Vorjahr genehmigt. Für die Reklame für Obst und Gemüse sind auch die USA, Russland, Japan, Indien, Kasachstan und die Vereinigten Arabischen Emirate Zielmärkte außerhalb Europas.

Exportstrategie
Für 2016 ist die Teilnahme an 22 internationalen Fachmessen geplant, ebenso die Organisation von Markterkundungen in Indien, Bulgarien, Serbien, in der Slowakei und in Ungarn. VLAM will die Exporttätigkeit der verschiedenen Sektoren besser aufeinander abstimmen und nach Möglichkeit sektorübergreifend anpacken. Für jeden Sektor wurde eine Exportstrategie erarbeitet, werden neue Zielmärkte definiert und operative Programme erstellt. Dank seiner Exportabteilung verfügt VLAM im eigenen Haus über die nötigen Basisinformationen, um das zielstrebig anzugehen.

Kernmärkte in Europa
Auch innerhalb Europas arbeitet VLAM weiter am Ausbau bestehender Märkte und an der Suche nach neuen Absatzgebieten. Die Kernmärkte für die Bewerbung von Obst und Gemüse bleiben Frankreich und Deutschland. In beiden Ländern wird das Flandria-Gütesiegel das ganze Jahr über ins Blickfeld der Einkäufer gerückt. Die Reklamekampagne für Conference-Birnen in Deutschland wird um ein Jahr verlängert und alle Deutschen werden unsere Birnen probieren können. Messeteilnahme in Berlin (Fruit Logistica) und Madrid (Fruit Attraction) bleiben ein wichtiges Element der Werbetätigkeit auf europäischem Grundgebiet. Bulgarien ist 2016 der neue Markt, der innerhalb der EU erkundet wird.

Gemeinsamer Messestand auf der Fruit Logistica
Die Suche nach neuen Märkten ist für VLAM auch eine Frage der guten Zusammenarbeit mit der flämischen Exportplattform Flanders Investment & Trade (FIT). Ein gemeinsamer Messestand wurde konzipiert und wird zum ersten Mal auf der Fruit Logistica in Berlin (3. bis 5. Februar) eingesetzt. VLAM bewirbt frische Produkte (Gemüse, Fleisch usw.), während FIT sich für die flämischen verarbeiteten Lebensmittel einsetzt, und zwar in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Exporteuren.

Reklame im Inland
75 Prozent der Mittel werden für Reklame auf dem Inlandsmarkt verwendet. Anders als im Ausland, wo die Aktionen B2B-orientiert sind, richten sich die Inlandskampagnen vor allem an die Verbraucher. VLAM erinnert die Flamen auch dieses Jahr an „Leckeres von hier“. Die Verbraucher können die Reklame für herrliche - ehrliche - Produkte von eigenem Boden über Radio, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften entdecken. Das Aushängeschild im eigenen Land ist die Kochplattform „Lecker von hier“, neben den Reklamespots am öffentlich-rechtlichen Fernsehsender één. Jährlich erreicht VLAM über die kürzlich neu gestaltete Kochplattform eine Million Hobbyköche.

Flandria-Reklame
Für jeden Sektor wird ein Arsenal an Werbeaktionen für 2016 in Stellung gebracht. Flandria hat sich für Obst und Gemüse zur Qualitätsreferenz entwickelt. Diese Qualität wird mit der Botschaft „Flandria ist frisch, nachhaltig und schmackhaft“ kommuniziert. Das ist das Resultat der harten Arbeit der Erzeuger. Die Botschaft lautet denn auch „Voller Einsatz für unseren Beruf!“. Mit dem Einzelhandel werden persönliche Vereinbarungen getroffen und Werbeaktionen werden auf dessen Kommunikationskanäle abgestimmt.
Auch 2016 wird der Obst- und Gemüsesektor über VLAM Mittel für die Schulobstaktion zur Verfügung stellen, die durch Europa subventioniert wird. Dadurch können Schulen ihren Schülern jede Woche Obst und Gemüse zu einem günstigen Preis anbieten.

Europäische Subventionen
In der Finanzierung von Werbekampagnen werden europäische Subventionen immer wichtiger. Ab 2016 steigt der Cofinanzierungsanteil für Exportförderung in Drittländer auf 70 und sogar 80 Prozent. Außerdem macht die EU mehr Mittel für die Bewerbung von Agrarprodukten frei. Gegen 2020 sprechen wir von einem Jahresbudget von 200 Millionen Euro, mehr als das Dreifache des bisherigen Betrags.

Quelle: VILT.be

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