Die LAVA-Kennzahlen im Blickpunkt

Das vergangene Jahr war ein besseres Jahr für den Gartenbau als 2014. Bereiche wie lose Tomaten oder Multicolor-Salat verzeichneten eine starke Produktionssteigerung. Auch kleine Produkte wie Knollenfenchel und Chinakohl fallen auf. Bemerkenswert ist auch, dass der mittlere Preis vieler Gemüsesorten im Vergleich zu 2014 anstieg.

Produktionszuwachs
Für lose Tomaten beobachten wir eine Produktionssteigerung von 8 %. Das ist auf eine leichte Verschiebung bei den Anbauflächen im Vorjahr von lose auf Strauch zurückzuführen. Außerdem war 2015 durch die vielen Sonnentage ein produktives Jahr für Tomaten. Bei Gurken stellen wir eine Produktionssteigerung von 30 % und mit 83 % einen spektakuläre Umsatzsteigerung fest. „Die Anbaufläche stieg um 25 %, weil einige niederländische Erzeuger zu den LAVA-Auktionen gestoßen sind, wodurch sowohl die Produktion als auch der Umsatz Jahr für Jahr spektakulär zunehmen“, erklärt Benny Cuypers von der Abteilung Vermarktung der übergreifenden genossenschaftlichen Auktion LAVA.
Auch bei Multicolor-Salat war im Vorjahr eine Steigerung um 35 % zu verzeichnen. „Es ist eine Tendenz der letzten Jahre, dass die Anbaufläche von gewöhnlichem Kopfsalat kleiner wird und auch für den Handel an Bedeutung verliert. Der normale Kopfsalat muss es gegen den wachsenden Erfolg anderer Salatsorten aufnehmen, wie: Lollo rossa, bionda, Eichenblatt rot und grün, Eisbergsalat, Rucola, ... Auch Multicolor ist ein Beispiel dafür.“
Knollenfenchel wächst langsam aber sicher über die Kategorie eines „kleinen“ Produkts hinaus. Das Gemüse verzeichnete im Vorjahr eine Produktionssteigerung von nicht weniger als 13 %. „Die Anlieferung an die LAVA-Auktionen ist in den letzten fünf Jahren stark gestiegen, und außerdem war 2015 ein produktives Jahr für dieses Gemüse.“
Auch bei Chinakohl gibt es eine leichte Produktionssteigerung (9 %), eine Tendenz der letzten Jahre. Auffallend ist sicher die Umsatzsteigerung um 58 %. Der Preis stieg von 0,39 Euro auf 0,49 Euro. „Die Preisbildung 2014 war nicht gut, 2015 war auf jeden Fall besser“, erklärt Benny Cuypers.

Höhere mittlere Preise
Es fällt auf, dass der mittlere Preis für fast alle Gemüsesorten gegenüber 2014 gestiegen ist. „Im Allgemeinen lagen die Witterungsbedingungen im Vorjahr gut. Es gab dann weniger Produkt aus Südeuropa, verursacht durch extreme Hitze und Trockenheit im Sommer und Spätsommer. Die Produkte kamen also viel später als sonst im Herbst auf den Markt. Als Folge davon sahen unsere Auktionen im Sommer und Herbst eine Periode von guter bis sehr guter Preisbildung - und zwar für viele Produkte. Für unsere inländischen Freilandprodukte sorgte die Trockenheit für eine mäßige Anlieferung im Herbst, was zu höheren Preisen führte. 2014 war ganz allgemein kein gutes Jahr für den Gartenbau, 2015 war deutlich besser“, schließt Benny Cuypers.

Klicken Sie hier für die Kennzahlen Produktion und Umsatz 2015/2014

Lava
Flandria
Nieuws
Contact